Nachruf für Forstamtmann Helmut Mutschler

von Ehrenkreisjägermeister Heinz Schöllhammer

Erstellt am 07.02.2019

Nachruf von Ehrenkreisjägermeister Heinz Schöllhammer zum Tode von Forstamtmann a.D. Helmut Mutschler

Die Jäger und Jägerinnen der Kreisjägervereinigung Sigmaringen trauern um Forstamtmann a.D. Helmut Mutschler aus Krauchenwies. Wir verlieren einen Forstmann und Jäger aus echtem Schrot und Korn.

Helmut Mutschler hat über 40 Jahre die Wälder der Gemeinden Krauchenwies, Ablach und Rengetsweiler als verantwortlicher Förster betreut.

Er tat dies mit großem forstlichen Wissen und Sachverstand und mit einer fast leidenschaflichen Liebe zu seinem Wald. Die Bürgermeister und die Gemeinderäte der waldbesitzenden Gemeinden wussten ihren allzeit wertvollen Waldbesitz bei ihm in den allerbesten Händen. Die im Forstbetrieb so wichtige Nachhaltigkeit konnte er auf Grund seiner langen Zeit auf der Krauchenwieser Frörsterstelle im wahrsten Sinne des Wortes miterleben. Zahlreichen Waldstücken in unserer näheren Umgebung sieht man heute noch die Handschrift des Försters Mutschler an.

Die Jäger in Krauchenwies und der Nachbarschaft haben Helmut Mutschler nicht nur als sachkundigen Förster sondern auch als qualifizierten Jäger kennen gelernt und erlebt. Sein Umgang mit den Jägern war nicht von besserwissenden Belehrungen sondern von echtem Kameradschaftsgeist geprägt.

Er hat sich stets zu den Jägern gezählt, was auch dadurch zum Ausdruck kam dass er bis zu seinem Tod treues Mitglied der Kreisjägervereinigung und des Hegerings Krauchenwies war.

Helmut Mutschler ist zu einer Zeit in die Ausbildung zum Forstmann eingetreten und als staatlicher Forstmann übernommen worden als die Förster und Jäger noch näher zusammen waren als dies heute oft der Fall ist. In den von ihm betreuten Wäldern, die über viele Jahre bei zahlreichen Führungen des zuständiges Forstamts und der Forstdirektionen als Muster vorgestellt wurden, gab es stets auch immer noch Platz für unser heimisches Wild. Auch wenn es nie sein Ehrgeiz war große Strecke zu machen, hat er sich über einen guten Bock auf den er auch im fortgeschrittenen Alter noch hin und wieder pirschte, sehr gefreut.

Unsere dienstlichen Begegnungen waren regelmäßig auch damit verbunden, dass er mich wissen ließ wo und wann er unserem heimischen Wild begegnete. Er kannte manchen Einstand und wusste den Platz unsres letzten Rebhuhn Paares auf unserer Gemarkung.

Weil im Hause Mutschler auch stets gute Jagdhunde gehalten wurden war er auch ein wichtiger Ansprechpartner wenn es um Nachsuchen ging. Das Forsthaus am Ortseingang hat es mit sich gebracht, dass er für viele Autofahrer die auf der Waldstrecke unterwegs waren der erste Ansprechpartner war. Ihm war keine Nacht zu spät, kein Morgen zu früh und kein Sonntag zu heilig wenn es darum ging den Betroffenen zu helfen und das verunfallte Wild zu bergen.

Für all diese Dinge, die oftmals weit über den dienstlichen Auftrags des Försters hinausgingen sagen wir unserem Jagdkameraden Helmut Mutschler ein von Herzen kommenden Waidmannsdank.

Er wird in unseren Reihen in guter Erinnerung bleiben und ich bin sicher, dass viele Krauchenwieser, Ablacher und Rengetsweiler noch in Jahren von ihrem Förster Mutschler sprechen werden.  

Erstellt am 07.02.2019
Zurück zur Übersicht