Drückjagden / Corona-Regelung

MLR und LJV informieren

  • Drückjagden auch in Corona Zeiten

    Drückjagden auch in Corona Zeiten

Erstellt am 02.11.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die von Bund und Ländern vereinbarten Beschränkungen zur Eindämmung der Corona -Pandemie, die am 2. November in Kraft treten, haben in der Jägerschaft für Verunsicherung gesorgt.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg hat deshalb das Ministerium für Ländlichen Raum um verbindliche Aussagen gebeten, wie sich die Neuregelungen auf die Bereiche Jägerprüfung, Drückjagden jagdliche Ausbildung und Schiessstätten auswirken.

Nachdem heute die aktuelle Corona-Verordnung heute veröffentlicht wurde, sind zumindest einige Dinge geklärt.

 

Die Verordnung sowie ausführliche Informationen über Einschränkungen und weiterhin zulässige Veranstaltungen finden Sie auf den Informationsseiten des Landes.

 

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

 

Inzwischen geklärt ist, dass Drückjagden unter Beachtung des vom MLR aktuell herausgegebenen Erlasses, der mit dem LJV abgestimmt wurde, möglich sind mit einer Teilnehmerzahl bis zu 100 Personen. Der aktuelle Erlass ist beigefügt.

Zu beachten ist, dass Allgemeinverfügungen von Gemeinden und Landkreisen von der Corona-Verordnung und dem Erlass abweichen können – deshalb bitte prüfen.

 

Die Durchführung der Jägerprüfung im November ist nach der aktuellen Corona-Verordnung möglich unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften.

 

Schießstätten gelten als Sportstätten, die ab dem 2.11. grundsätzlich geschlossen sind. In den Erläuterungen zur Corona-VO heißt es dazu:

Zulässig sind Freizeit-und Amateurindividualsport (allein), zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts, zu dienstlichen Zwecken, Spitzen-und Profisport.

Wir müssen mit dem MLR noch klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Öffnung für die Durchführung der Schießprüfung im Rahmen der Jägerprüfung, jagdliche Schießausbildung oder das Einschießen von Waffen durch Büchsenmacher im November erfolgen.

Zweifelsfrei zu klären ist auch, ob jagdliches Übungsschießen (§ 31 JWMG) mit einem Schützen und einer Schießstandaufsicht weiterhin zulässig ist.

 

Jagdliche Ausbildung

Die aktuelle Corona-Verordnung lässt den Betrieb von Weiterbildungseinrichtungen (beispielsweise VHS) für theoretische Seminare unter Einhaltung der Hygienevorschriften weiterhin zu. Es wird empfohlen, im November bei der theoretischen Ausbildung verstärkt auf blended learning, also Wissensvermittlung über Videokonferenzen, webbasierten Unterricht, Lernvideos u.a. digitalen Möglichkeiten zu setzen.

Unklar ist, wie es mit der praktischen Ausbildung im Revier aussieht. Die derzeit geltende allgemeine Regel besagt, dass sich im privaten und öffentlichen Raum maximal 10 Personen aus maximal zwei Haushalten treffen können.

Unklar ist auch, ob und unter welchen Voraussetzungen die Schießausbildung möglich ist.

Wir wollen das im Lauf der Woche mit dem MLR verbindlich klären.

 

Jagdhornblasen, insbesondere Übungsabende: Nach der aktuellen Corona-Verordnung sind „Bandproben und Blasmusik“ bis vorerst zum 30. November untersagt, außer mit dem eigenen Hausstand und einem weiteren Hausstand bis max. 10 Personen.

 

Jagdgebrauchshunde:

Nach der aktuellen Corona-Verordnung sind „Hundeschulen“ und „Hundesport“ weiterhin zulässig.

 

Vereinsveranstaltungen:

Vereinsveranstaltungen wie Hegeringabende, Vorstandsitzungen oder Delegiertenversammlungen sind unter Einhaltung der einschlägigen Regelungen der Corona-Verordnung (§ 4, 5, 6 und 7) mit bis zu 100 Personen grundsätzlich möglich. Limitierender Faktor ist in vielen Fällen die für die Einhaltung der Abstandsregelung notwendige Raumgröße.

 

Es wird empfohlen, bei jeglichen Veranstaltungen zwischen einzelnen Personen einen Abstand von 1,5 m einzuhalten. In geschlossenen Räumen wird empfohlen, den Teilnehmern feste Sitzplätze zuzuweisen und dies in einem Sitzplan festzuhalten. Außerhalb der festen Sitzplätze muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Es ist für ausreichende Belüftung bzw. Lüftungspausen zu sorgen.

 

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

 

Dr. Erhard Jauch
Hauptgeschäftsführer

Bereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

 

Tel. 0711/26 84 36 -14, Fax – 29
 

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