Bericht in der SZ und Gemeindeblättern - So wird Fallobst richtig entsorgt

Hier wird zum Teil darauf verwiesen, dass Jäger Fallobst zur Fütterung annehmen - Fütterungsverbot beachten!

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In der SZ vom 17.08.2022 und auch in Gemeindeblättern ist ein Artikel zu finden wie Fallobst korrekt zu entsorgen ist.

Hier wird leider auch in einem Satz darauf verwiesen, dass in Einzelfällen Jäger und Pferdebesitzer Fallobst zur Fütterung annehmen.

Wir weisen darauf hin, dass nach der DVO JWMG Fütterungen nur dann erlaubt sind, wenn eine Genehmigung des Fütterungskonzepts durch das MLR vorliegt.

Ansonsten gilt ein Fütterungsverbot. Bei der Kirrung dürfen Futtermittel, die in §3 Abs. 2 genannt sind verwendet werden. Hier ist auch das Fallobst aufgeführt. 

§ 3
Fütterung von Wildtieren

(1) Unzulässig ist eine Fütterung von Wildtieren, welche die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Hege nach § 5 Absatz 4 JWMG nicht erfüllt oder welche die Belange des Naturschutzes, des Tierschutzes oder der Tiergesundheit oder die Maßnahmen nach § 33 Absatz 1 JWMG gefährdet oder beeinträchtigt. § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes§ 33 des Naturschutzgesetzes und § 30a des Landeswaldgesetzes bleiben unberührt.

(2) Unzulässig ist eine Fütterung, bei der Futtermittel ausgebracht werden, die nicht artgerecht sind oder nicht der natürlichen Äsung entsprechen. Bei der Fütterung einer Wildtierart ist zu gewährleisten, dass die Futtermittel von anderen Wildtierarten nicht oder nur in unschädlichem Umfang aufgenommen werden. Unzulässig ist eine Fütterung auch, wenn

1.

Futtermittel für Schalenwild außerhalb von Einrichtungen oder Plätzen, die den Anforderungen der Fütterungshygiene entsprechen, ausgebracht werden,

2.

wiederkäuendes Schalenwild mit anderen Futtermitteln als Heu, Grünfuttersilage, Rüben, heimischem Frisch- oder Fallobst, heimischem Obsttrester, dem bis zu einem Volumenanteil in Höhe von 10 vom Hundert Hafer beigemischt sein darf, oder Rosskastanien gefüttert wird,

 

§ 5
Kirrung

(1) Für die Kirrung gilt § 3 Absatz 1 und 2 Satz 3 Nummer 2 bis 5 entsprechend.

(2) Unzulässig ist eine Kirrung auch, wenn

1.

die Kirrung von Schwarzwild außerhalb des Waldes erfolgt,

2.

für eine Kirrung von wiederkäuendem Schalenwild mehr als zehn Liter Futtermittel (§ 3 Absatz 2 Satz 3 Nummer 2) oder für eine Kirrung von Schwarzwild mehr als ein Liter Futtermittel (§ 3 Absatz 2 Satz 3 Nummer 3) je Kirrung vorhanden sind,